Anatomie des Damms
Der Damm (Perineum) ist die Weichteilzone zwischen Vulva und Anus. Schichten: Haut, subkutanes Bindegewebe, oberflächliche Dammmuskulatur (M. bulbospongiosus, M. transversus perinei superficialis), tiefe Dammmuskulatur, Sphinkter.
Die SGGG publiziert anatomische Übersichtstafeln für Schulung.
Naht-Material
Empfohlen:
- Vicryl Rapid 2-0 oder 3-0 für kontinuierliche Naht (schnell resorbierbar)
- Vicryl 2-0 für Muskelschicht
- Vicryl 3-0 für Hautnaht
Das Inselspital Bern dokumentiert Material-Standards in Klinikprotokoll.
Indikation zur Naht
Nicht jede Dammverletzung erfordert Naht. Cochrane Kettle 2012 (DOI:10.1002/14651858.CD000947.pub3):
- Grad I: je nach Blutung und Größe, teils spontane Heilung
- Grad II: Naht Standard
- Grad III-IV: chirurgische Versorgung ärztlich, spezielles Kapitel
Naht-Technik
Kontinuierliche Naht besser als Einzelknoten-Technik:
- Weniger Schmerzen postoperativ
- Schnellere Heilung
- Weniger Materialverwendung
Fortlaufend subkutikulär, ohne Knoten unter der Haut. RCOG Green-Top 23 dokumentiert Standardtechnik.
Nachkontrolle
Unmittelbar postpartum: Blutung, Wundbeurteilung. Tag 1-3: Hygieneberatung. Tag 5-7: Wundbeurteilung nochmals.
Warnzeichen: anhaltender Schmerz, Dehiszenz, Fluktuation (Hämatom), Infektionszeichen.
Hebammenkompetenz in CH
Hebammen dürfen in der Schweiz nach Zusatzausbildung Dammnaht Grad I und II eigenständig durchführen. SHV Liste zertifizierter Schulungsinstitutionen. BFH Gesundheit bietet Kurse.
Schlussgedanken
Die Dammarbeit ist kaum sichtbar wenn sie gut gelingt, und schmerzhaft präsent wenn sie misslingt. In dieser Asymmetrie liegt die Verantwortung der Hebamme. Prävention ist zehnfach ökonomischer als Reparatur — für die Frau physisch, für das Gesundheitssystem finanziell, für die Beziehung langfristig.
Das Wesentliche:
- Prävention in der Schwangerschaft beginnt
- Fachgerechte Versorgung bei Verletzung ist Handwerk und Kunst
- Nachsorge mit Schmerzmanagement und Wundbeurteilung
- Langfristiger Beckenboden-Fokus
Beate Lareida, Hebamme HF, Olten
Klinische Relevanz für die Praxis
Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.
Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:
- Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
- Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
- Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
- Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich
Aktuelle Forschungslücken
Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.
Klinische Relevanz für die Praxis
Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.
Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:
- Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
- Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
- Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
- Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich
Aktuelle Forschungslücken
Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.
Klinische Relevanz für die Praxis
Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.
Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:
- Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
- Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
- Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
- Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich
Aktuelle Forschungslücken
Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.
Klinische Relevanz für die Praxis
Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.
Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:
- Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
- Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
- Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
- Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich
Aktuelle Forschungslücken
Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.