Dammriss — Klassifikation nach RCOG-Standard

Die vier Grade

Die RCOG Green-Top 29 definiert:

  • Grad I: Haut des Damms und/oder vaginalem Epithel
  • Grad II: zusätzlich Dammmuskulatur, nicht aber Sphinkter ani externus
  • Grad III: Anal-Sphincter betroffen
    • IIIa: < 50 % des äußeren Sphinkters
    • IIIb: > 50 % des äußeren Sphinkters
    • IIIc: zusätzlich innerer Sphinkter
  • Grad IV: Rektum-Mukosa betroffen

Grad I und II

Häufigste Formen, 85-90 % aller Dammverletzungen. Hebammen-Versorgung in der Schweiz standardmäßig zulässig nach Zusatzausbildung.

Grad III — Sphincter-Läsion

Inzidenz ca. 2-5 % aller vaginalen Geburten. SGGG empfiehlt ärztliche Versorgung obligatorisch. OP-Raum, adäquate Analgesie, sterile Bedingungen.

Grad IV — Rektumbeteiligung

Selten, 0.1-0.3 %. Mehrstufige chirurgische Rekonstruktion. Klinik mit kolorektaler Expertise anzuraten. Das Inselspital Bern hat dedizierte Gruppe.

Dokumentation

Struktur obligatorisch:

  • Grad
  • Anatomische Lokalisation
  • Länge/Tiefe
  • Beteiligte Strukturen
  • Operateur und Assistenz
  • Verwendete Technik und Material
  • Postoperatives Management

Langfristige Konsequenzen

Grad III-IV: bis zu 40 % anale Inkontinenzsymptome im ersten Jahr. Fernando 2009 dokumentiert Verlauf.

Prävention nächster Geburt: elektiver Sectio angebotene Option bei Grad III-IV. Individuelle Beratung.

Schlussgedanken

Die Dammarbeit ist kaum sichtbar wenn sie gut gelingt, und schmerzhaft präsent wenn sie misslingt. In dieser Asymmetrie liegt die Verantwortung der Hebamme. Prävention ist zehnfach ökonomischer als Reparatur — für die Frau physisch, für das Gesundheitssystem finanziell, für die Beziehung langfristig.

Das Wesentliche:

  • Prävention in der Schwangerschaft beginnt
  • Fachgerechte Versorgung bei Verletzung ist Handwerk und Kunst
  • Nachsorge mit Schmerzmanagement und Wundbeurteilung
  • Langfristiger Beckenboden-Fokus

Beate Lareida, Hebamme HF, Olten

Klinische Relevanz für die Praxis

Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.

Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:

  • Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
  • Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
  • Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
  • Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich

Aktuelle Forschungslücken

Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.

Klinische Relevanz für die Praxis

Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.

Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:

  • Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
  • Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
  • Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
  • Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich

Aktuelle Forschungslücken

Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.

Klinische Relevanz für die Praxis

Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.

Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:

  • Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
  • Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
  • Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
  • Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich

Aktuelle Forschungslücken

Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.

Klinische Relevanz für die Praxis

Das Thema durchdringt mehrere Dimensionen geburtshilflicher Versorgung. In meiner Fortbildungspraxis begegne ich immer wieder der gleichen Spannung: zwischen evidenzbasierten Empfehlungen und dem individuellen Erleben der betreuenden Hebamme. Diese Spannung ist produktiv, wenn sie reflektiert wird.

Konkrete Implikationen für die tägliche Arbeit:

  • Regelmäßige Überprüfung eigener Praxismuster gegen aktuelle Guidelines
  • Kollegiale Diskussion komplexer Fälle — auch wenn nichts schiefgelaufen ist
  • Dokumentation nicht nur der Intervention, sondern der Entscheidungsfindung
  • Aktive Nachverfolgung neuer Cochrane-Updates im Themenbereich

Aktuelle Forschungslücken

Trotz umfangreicher Literatur bleiben zentrale Fragen offen. Die schweizerische Versorgungsforschung hinkt internationalen Standards nach, insbesondere bei langfristigen Outcomes. Die Abteilung Klinische Forschung der Universität Basel hat in den letzten Jahren mehrere Projekte initiiert — Hebammen sind als Co-Forschende zunehmend gefragt.